Beschädigung Reifen des Flugzeugs auf Landebahn

Ob eine Beschädigung des Flugzeugeifens durch einen Fremdkörper auf der Landebahn bzw. auf dem Rollfeld einen Umstand darstellt, der eine Entschädigung von Euro 250 bis Euro 600 pro Ticket und Person nach der Fluggstrechte-Verordnung ausschließen kann, wird in der Rechtsprechung unterschiedlich beurteilt. Teils wird der Ausschluss wegen eines nicht beherrschbaren Umstand bejaht, teils wird er verneint, weil es sich um einen Bestandteil des normalen Betriebs eines Flugzeugs handelt. Das Amtsgerichts Wedding hat dagegen ausgeführt, dass es sich nur dann um einen außergewöhnlichen Umstand nach der Fluggstrechte-Verordnung handelt, der eine Entschädigung wegen Verspätung, Annullierung oder Nichtbeförderung ausschließt, wenn die Fluggesellschaft nicht zweifelsfrei nachweisen kann, dass der Fremdkörper nicht vom eigenen Flugzeug stammte. Ein solcher Nachweis dürfte nicht einfach sein, sodass in der Regel  eine Entschädigung von Euro 250 bis Euro 600 pro Ticket und Person nach der Fluggstrechte-Verordnung von der Airline zu zahlen ist.

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